Der Content-Hunger Ihrer Zielgruppen wächst – und mit ihm der Druck auf Marketingteams in kleinen und mittleren Unternehmen. Wer heute sichtbar bleiben will, muss regelmäßig hochwertige Inhalte liefern, doch dafür fehlen oft schlicht die Ressourcen. Genau hier setzt eine durchdachte KI-Strategie an: Sie entkoppelt Ihre Content-Produktion von der Personalkapazität, ohne dass Ihre Markenstimme auf der Strecke bleibt.
Warum KMU ihre Content-Produktion jetzt mit KI skalieren müssen
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Während bereits 78 Prozent der Organisationen KI in mindestens einer Geschäftsfunktion nutzen und 65 Prozent regelmäßig generative KI einsetzen, haben laut einer Adobe-Studie aus 2024 nur 14 Prozent der Unternehmen eine zentralisierte, gut skalierbare Content-Supply-Chain etabliert. Diese Lücke ist für KMU hochriskant – denn wer Content nicht effizient produziert, verliert im digitalen Wettbewerb an Sichtbarkeit und Relevanz. Gleichzeitig zeigt der HubSpot State of Marketing Report 2024, dass 54 Prozent der Marketer KI bereits für Content-Ideen, Outline-Erstellung oder Textentwürfe einsetzen. Die Entwicklung ist also keine ferne Zukunftsmusik, sondern gelebte Praxis im Mittelstand – nur oft noch ohne strategischen Unterbau.
Das Problem vieler KMU liegt nicht im fehlenden Toolzugang, sondern in einer oft analogen Prozesslandschaft. Einzelne Abteilungen erzeugen Texte im stillen Kämmerlein, Briefings laufen über E-Mail, Freigaben verzögern sich um Tage. Wer in so ein Umfeld einfach einen KI-Textgenerator stellt, erzeugt vielleicht schneller Output – aber nicht zwingend mehr Wirkung. Die Gefahr: Es entsteht eine Flut generischer Inhalte, die in der Masse untergehen, statt echte Autorität aufzubauen. Echte Skalierung beginnt deshalb einen Schritt früher, nämlich bei der Frage, wie Ihre spezifische Content-Produktion heute tatsächlich funktioniert. Ohne eine solide Grundlage bleiben Effizienzgewinne punktuell und verpuffen im Tagesgeschäft. Genau hier empfiehlt sich der Aufbau einer echten KI-gestützten Content-Strategie, die weit über das Experimentieren mit einzelnen Prompts hinausgeht.
Dazu kommt ein oft übersehener Faktor: die veränderte Erwartungshaltung auf Kundenseite. Wer als österreichisches KMU im B2B-Bereich agiert – denken Sie an einen Zulieferer in der Metallindustrie in Oberösterreich oder einen IT-Dienstleister in Graz –, steht heute im Wettbewerb mit internationalen Playern, die Content in einem völlig anderen Tempo ausspielen. Wenn Ihr potenzieller Kunde am Sonntagabend recherchiert und Ihr Mitbewerber liefert binnen 48 Stunden ein zugeschnittenes Whitepaper, während Sie zwei Wochen brauchen, ist die Entscheidung oft gefallen. KI hilft, diesen Takt mitzugehen, ohne dass Ihre Mannschaft durchbrennt. Ich erinnere mich an einen Maschinenbauer aus dem Mühlviertel, der mir kürzlich sagte: „Wir verlieren Aufträge nicht wegen unserem Produkt, sondern weil wir zu langsam antworten.“ Genau dieser Schmerzpunkt lässt sich mit einem systematischen KI-Ansatz adressieren.
Die strategische Basis: Prozessdokumentation und Pilotprojekte
Die Versuchung ist groß, sofort loszulegen und Tools auszuprobieren. Erfahrene Teams wissen jedoch: Der größte Hebel liegt in der minutiösen Dokumentation der bestehenden Abläufe, bevor man auch nur einen Prompt formuliert. Diesen Rat unterstreicht auch das Fachmedium OMR, das empfiehlt, zunächst die aktuellen Content-Prozesse detailliert aufzuzeichnen. Diese Bestandsaufnahme fördert regelmäßig Erstaunliches zutage: Redundanzen, unnötige manuelle Iterationsschleifen und fehlende Verantwortlichkeiten, die sich oft über Jahre eingeschlichen haben. Die Dokumentation ist kein bürokratischer Selbstzweck – sie macht überhaupt erst sichtbar, wo Automatisierung ansetzen kann und wo menschliche Expertise unersetzlich bleibt.
„Dokumentiere zunächst deine aktuellen Content-Prozesse minutiös. Ohne diese Klarheit erzeugt Skalierung meist nur mehr Output, aber nicht mehr Effizienz.“ – OMR, Leitfaden KI-Content-Produktion
Erst auf dieser Grundlage identifizieren Sie das ideale Pilotprojekt. Nicht der umfangreichste oder strategisch wichtigste Content-Bereich eignet sich für den Einstieg, sondern ein klar abgrenzbarer, wiederkehrender Prozess mit messbarem Erfolgskriterium. Das können wöchentliche Blogartikel zu einem eng definierten Themencluster sein, Produktbeschreibungen mit immer gleicher Datenstruktur oder Social-Media-Posts, die aus längeren Texten abgeleitet werden. Wichtig ist, dass Sie den Erfolg Ihres Piloten präzise messen können – etwa in Minuten Erstellungszeit pro Asset, in veröffentlichten Einheiten pro Woche oder in der Interaktionsrate im Vergleich zum manuell erstellten Benchmark.
Führen Sie den Piloten über mindestens vier bis sechs Wochen durch, dokumentieren Sie jeden Schritt und sammeln Sie systematisch Feedback von allen Beteiligten. Nur so entsteht ein belastbares Fundament für die nächste Stufe. Diese Pilotphase ist zugleich Ihr Lernlabor für das gesamte Team. Wenn ein Redakteur nach zwei Wochen feststellt, dass die ersten Rohentwürfe des KI-Tools in 80 Prozent der Fälle brauchbar sind, in 20 Prozent aber grobe fachliche Fehler enthalten, dann ist genau diese Erkenntnis Gold wert. Sie definiert, wo Ihre hausinterne Expertise zum limitierenden Faktor wird – und wo Sie in Zukunft mit besser strukturierten Briefings oder angereicherten Datengrundlagen gegensteuern müssen. Genau hier kommt Prompt-Engineering zum Tragen: Durch die systematische Optimierung Ihrer Eingabeaufforderungen (Prompts) steigern Sie die Trefferquote der KI bereits in der ersten Entwurfsphase. Die Ergebnisse aus diesem Labor münden in ein Playbook, das den Grundstein für die spätere Skalierung legt. Wer diesen Schritt überspringt, wird später an unerwarteten Qualitätsproblemen scheitern, die im Piloten noch beherrschbar gewesen wären. Auch Ihr Content-Workflow mit KI profitiert enorm von sauberen Schnittstellen, die bereits im Pilotstadium definiert werden.
Governance, Markenstimme und der Human-in-the-Loop
Skalierung ohne durchdachte Content-Governance ist wie ein Orchester ohne Dirigent – es wird laut, aber selten wohlklingend. Adobe bringt diesen Zusammenhang auf den Punkt: Skalierbare Content-Produktion basiert auf modularen Content-Strukturen, KI-Workflows und vor allem auf einer zentralen Single Source of Truth, die manuelle Aktualisierungen reduziert und Änderungen kanalübergreifend ausrollt. Für ein KMU bedeutet das konkret: Sie müssen Ihre Markenstimme und Ihre zentralen Botschaften so präzise dokumentieren, dass auch eine KI sie reproduzieren kann. Das beginnt bei einem hinterlegten Styleguide und reicht über definierte Tonalitäten für unterschiedliche Kanäle bis hin zu fachlichen Mindeststandards pro Themengebiet. Im Adobe-Report zur Content-Supply-Chain wird deutlich, dass Unternehmen mit einer solchen Governance nicht nur konsistentere Inhalte produzieren, sondern auch die Durchlaufzeit für Freigaben um durchschnittlich ein Drittel senken.
Ein zentraler Punkt, der in vielen Tool-bezogenen Ratgebern zu kurz kommt, ist der Human-in-the-Loop. Selbst die ausgereiftesten Sprachmodelle halluzinieren, erfinden Quellen oder verlieren im Textverlauf die Nuance. Die menschliche Kuratierung bleibt daher der letzte Qualitätsanker. Aber dieser Mensch muss nicht zwangsläufig Texter sein. In skalierenden Umgebungen entwickelt sich die Rolle des Content-Verantwortlichen weg vom Verfasser hin zum prüfenden Redakteur, der die Rohfassung der KI mit Fachwissen, Marktkenntnis und strategischem Blick anreichert. Das spart nicht nur Zeit, sondern erhöht nachweislich auch die inhaltliche Tiefe, weil die Fachkraft ihre Energie auf den entscheidenden Feinschliff konzentrieren kann, statt auf das mühsame Formulieren des ersten Entwurfs.
Gerade im B2B-Kontext, wo es um komplexe Produkte und erklärungsbedürftige Zusammenhänge geht, macht dieser Rollenwechsel den Unterschied zwischen seichter Massenware und einem echten Wettbewerbsvorteil. Werfen Sie hier auch einen Blick auf die rechtlichen Rahmenbedingungen: Die DSGVO und der EU AI Act stellen spezifische Anforderungen an Transparenz und Nachvollziehbarkeit automatisierter Inhalte, die Sie in Ihrer Governance verankern sollten – Ihr Datenschutzbeauftragter wird es Ihnen danken. Eine durchdachte KI-Content-Strategie für den heimischen Markt bezieht diese regulatorische Dimension von Anfang an mit ein und vermeidet so böse Überraschungen bei der späteren Skalierung.
KI-Tools und Workflows: So bauen Sie Ihren Content-Maschinenraum
Ein häufiges Missverständnis im KMU-Kontext lautet: „Wir melden uns bei ChatGPT an und los geht's.“ Natürlich ist das der schnellste Weg zum ersten KI-generierten Text. Für eine echte Skalierung braucht es aber mehr als eine Chat-Oberfläche. Der Schlüssel liegt im orchestrierten Zusammenspiel aus Basismodellen, spezialisierten Tools und vor allem Ihrer eigenen Content-Infrastruktur. Betrachten Sie es wie die Fertigung in einem Produktionsbetrieb: Ein einzelner 3D-Drucker macht noch keine Fabrik. Erst wenn er in einen digitalen Prozess eingebunden ist, der von der Konstruktion über die Qualitätssicherung bis zur Lagerlogistik reicht, entsteht echte Skalierung. Genauso arbeiten Ihre KI-Tools optimal in einem durchdesignten Workflow – als integriertes System, nicht als Insellösung.
Für KMU hat sich ein modulares Toolkit bewährt. Große Sprachmodelle wie GPT-4 oder Claude eignen sich hervorragend für das Verfassen von Rohentwürfen, für die Umformulierung bestehender Texte auf verschiedene Kanäle oder für Recherchezusammenfassungen. Browser-basierte Erweiterungen und spezielle Content-Plattformen übernehmen die Aufgabe, diese Basisfunktionen nahtlos in Ihren bestehenden Redaktionsprozess einzubinden – von der Ideenfindung über die Outline-Erstellung bis zum Export in Ihr CMS. Ergänzt wird dieses Setup durch spezialisierte Tools für die SEO-Optimierung, Bildgenerierung oder datenbasierte Personalisierung. Der entscheidende Erfolgsfaktor ist nicht die Anzahl der Tools, sondern die Schnittstellenarchitektur: Ihre Daten – Produktinformationen, Kundenprofil-Daten, Fachglossare – müssen den Modellen strukturiert und aktuell zur Verfügung stehen. Sonst produzieren Sie Texte, die im luftleeren Raum schweben. Eine sauber aufgebaute KI-Automatisierung übernimmt hier die Funktion des Fließbands, das Ihre Einzelwerkzeuge zu einer echten Produktionsstraße verbindet.
Damit diese Orchestrierung gelingt, investieren Sie in die Integration Ihrer Content-Tools. APIs und Middleware-Lösungen sind heute auch für KMU erschwinglich und sorgen für eine nahtlose Content-Automation, die den berüchtigten Medienbruch vermeidet, bei dem Sie Texte per Copy-and-Paste aus dem KI-Fenster in Ihr CMS übertragen. Gleichzeitig sorgen automatisierte Qualitätschecks – etwa eine Plagiatserkennung oder ein Abgleich mit Ihren definierten Terminologie-Vorgaben – dafür, dass Sie nicht jeden Text von Hand gegenlesen müssen. Der Aufbau einer solchen Infrastruktur klingt aufwändig, amortisiert sich aber im KMU-Kontext oft schon innerhalb weniger Quartale, sobald das Content-Volumen eine kritische Masse erreicht. Ein Wiener IT-Dienstleister, den wir letztes Jahr begleitet haben, sprach nach sechs Monaten von einer „Befreiung“ seines Teams – die Leute konnten endlich wieder strategisch arbeiten, statt im Tagesgeschäft zu versinken.

Content-Typen differenziert skalieren: Vom Blogbeitrag bis zur Produktbeschreibung
Ein Automatismus, der in vielen Unternehmen zu Frust führt, ist die Gleichbehandlung aller Inhalte. Nicht jede Content-Gattung eignet sich gleichermaßen für die KI-gestützte Skalierung, und nicht jede verträgt denselben Automatisierungsgrad. Wer versucht, seine strategischen Whitepaper mit derselben Prompt-Logik zu erstellen wie Instagram-Posts, wird an mindestens einem Ende scheitern. Die folgende Tabelle zeigt eine realistische Einschätzung, wie hoch der KI-Anteil in verschiedenen Content-Typen sinnvollerweise sein sollte und wo der Mensch unverzichtbar bleibt.
| Content-Typ | KI-Eignung für Rohentwurf | Benötigte menschliche Nachbearbeitung | Typischer Effizienzgewinn |
|---|---|---|---|
| Produktbeschreibungen | Sehr hoch | Faktencheck, Tonalität | 60–80 % |
| Social-Media-Posts | Hoch | Markenstimme, Aktualität | 50–70 % |
| Blogartikel | Mittel bis hoch | Fachliche Validierung, SEO | 40–60 % |
| Newsletter | Mittel | Personalisierung, Tonalität | 30–50 % |
| Landingpages | Mittel | Conversion-Optimierung | 30–50 % |
| Whitepaper/Fachartikel | Niedrig bis mittel | Fachliche Tiefe, Argumentation | 20–30 % |
Die wahre Kunst besteht darin, diese Unterschiede in Ihren Workflows konsequent abzubilden. Wo die KI stark ist – bei strukturierten, wiederholbaren Textsorten mit klarem Daten-Backend –, können Sie den Automatisierungsgrad hochschrauben. Bei Inhalten, die auf originärer Fachexpertise und tiefer Argumentation beruhen, fungiert die KI als Recherche-Assistent und Strukturierungshelfer, nicht als Verfasser. Die Konsequenz: Ihre teuren Fachexperten verbringen weniger Zeit mit Formulierungsarbeit und mehr Zeit mit dem, was nur sie können – dem Denken und Validieren. Im Ergebnis steigern Sie nicht nur den Output, sondern auch die inhaltliche Qualität der strategisch wichtigen Formate, weil diese von der Routinearbeit entlastet werden.
Für die SEO-Dimension bedeutet das: KI hilft Ihnen, relevante Themencluster in kurzer Zeit flächendeckend zu bespielen, aber die Spitzeninhalte, die von Google mit E-E-A-T bewertet werden (Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness), erfordern Ihre fachliche Handschrift. Nutzen Sie hierfür eine professionelle SEO-Betreuung, die genau diese Balance im Blick behält und sicherstellt, dass Ihre KI-Inhalte auch wirklich gefunden werden. Betrachten Sie Ihre Content-Typen als Portfolio, nicht als Einheitsmasse. Genauso wie Sie Ihre Produkte in A-, B- und C-Kategorien clustern, können Sie Ihre Inhalte nach strategischer Bedeutung staffeln. A-Content – der Leitfaden, der Ihre Marktposition definiert – entsteht in enger Kooperation zwischen Mensch und KI und durchläuft einen aufwändigen Qualitätsprozess. C-Content – die saisonale Produktaktualisierung, der wöchentliche Branchennews-Beitrag – wird weitgehend automatisiert und nur stichprobenartig geprüft. Dieses differenzierte Modell verhindert, dass Ihre knappen Personalressourcen in Nebenschauplätzen versickern, während die Leuchtturm-Inhalte liegen bleiben. Wer einmal die eigene Content-Marketing-Strategie auf Skalierbarkeit getrimmt hat, weiß: Es geht nicht um möglichst viel, sondern um möglichst klug eingesetzte Ressourcen.

ROI messen und die Skalierungsstufen planen
Die Gretchenfrage in jedem Strategiemeeting lautet: „Und was bringt das unterm Strich?“ Der Return on Investment Ihrer KI-Content-Offensive bemisst sich an drei Dimensionen: Zeitersparnis, Output-Steigerung und qualitativen Effekten. 49 Prozent der Marketingteams nennen Zeitersparnis als wichtigsten Vorteil von KI – und das ist ein Wert, den Sie direkt in Euro umrechnen können, sobald Sie Ihre internen Stundensätze kennen. Messen Sie vor und während des Piloten die reine Erstellungszeit pro Content-Asset, und multiplizieren Sie die Differenz mit Ihrer Frequenz. Ein KMU, das wöchentlich fünf Blogartikel, 15 Social-Posts und 20 Produkttexte veröffentlicht, spart bei konservativen 40 Prozent Zeitersparnis schnell den Gegenwert einer halben Personalstelle ein – Mittel, die Sie in Strategie, Fachredaktion und Vertriebsunterstützung reinvestieren können.
„Die Skalierungslogik folgt einer klaren Kette: Bestandsaufnahme → Pilotprojekte → Team-Integration → Datenintegration → Governance → kontinuierliche Optimierung. Wer eine Stufe überspringt, zahlt später mit instabilen Prozessen.“ – KI Trainingszentrum, Leitfaden Content skalieren mit KI
Doch ROI ist mehr als ein Tempogewinn. Erfassen Sie auch qualitative Metriken: Hat sich die SEO-Sichtbarkeit Ihrer Inhalte verändert? Messen Sie die organischen Rankings und den Traffic vor und nach der KI-Einführung. Ist die Conversion-Rate Ihrer Landingpages gestiegen, weil Sie nun häufiger testen und optimieren können? Wie entwickelt sich das Engagement auf Ihren Social-Media-Kanälen? Diese weichen Faktoren sind oft die eigentlichen Treiber für Umsatzwachstum – und sie lassen sich mit denselben Analyse-Tools nachverfolgen, die Sie ohnehin im Einsatz haben.
Wichtig ist nur, dass Sie die Baseline vor dem Start erfassen. Nur dann können Sie valide Vorher-Nachher-Vergleiche ziehen und auch gegenüber Ihrer Geschäftsleitung belegen, dass die KI-Einführung kein Technikspielzeug war, sondern ein strategischer Hebel. Bei einem Salzburger Verpackungshersteller, mit dem wir zusammengearbeitet haben, war genau das der entscheidende Moment: Erst als der Geschäftsführer schwarz auf weiß sah, dass sein Team bei gleicher Qualität doppelt so viel Content ausspielt, gab er grünes Licht für die nächste Ausbaustufe.
Für die Umsetzung empfehlen wir eine 30-60-90-Tage-Roadmap. In den ersten 30 Tagen dokumentieren Sie Ihre Prozesse, definieren das Pilotprojekt und richten Ihre Tool-Umgebung ein. In den folgenden 30 Tagen führen Sie den Piloten mit einem kleinen Team durch, sammeln Feedback, justieren Prompts und Workflows und verankern erste Governance-Regeln fest im Team. In den letzten 30 Tagen analysieren Sie die Ergebnisse, ermitteln Ihren spezifischen ROI und leiten die Ausweitung auf weitere Content-Typen und Kanäle ein. Nach 90 Tagen haben Sie kein Experiment mehr am Laufen, sondern einen produktiven Content-Maschinenraum, der sich kontinuierlich weiter optimiert. Ab diesem Punkt können Sie ernsthaft über Skalierung sprechen – im Sinne von mehr Output bei stabiler oder sogar steigender Qualität und ohne linear steigende Personalkosten.
Fazit: Skalierung beginnt im Kopf, nicht im Tool
Content-Produktion mit KI zu skalieren, ist kein reines Technologiethema. Es ist eine strategische Disziplin, die Prozessklarheit, Governance und ein differenziertes Content-Verständnis voraussetzt. Die KMU, die in den kommenden Jahren einen Wettbewerbsvorsprung erzielen, werden nicht die sein, die die neuesten KI-Tools unreflektiert einsetzen. Es werden die Unternehmen sein, die ihren Content-Maschinenraum systematisch aufbauen, ihre menschlichen Stärken gezielt einsetzen und die Technologie als das betrachten, was sie ist: ein kraftvoller Verstärker für gute Ideen und klare Strategien.
Wenn Sie bereit sind, diesen Weg zu gehen und Ihre Content-Produktion vom Kostenfaktor zum Wachstumshebel zu entwickeln, begleiten wir Sie dabei. Sprechen Sie mit uns – wir helfen Ihnen, Ihre eigene Skalierungs-Roadmap zu entwerfen und Schritt für Schritt umzusetzen.
Häufig gestellte Fragen
Wie starte ich mit KI-Content-Produktion in einem KMU?
Beginnen Sie mit der Dokumentation Ihrer bestehenden Content-Prozesse. Identifizieren Sie dann einen klar abgrenzbaren, wiederkehrenden Bereich – etwa Produktbeschreibungen oder wöchentliche Blogartikel – und führen Sie ein sechswöchiges Pilotprojekt durch. Messen Sie konsequent Zeit, Kosten und Qualität, bevor Sie den Prozess auf weitere Bereiche ausrollen. Entscheidend ist, dass Sie sich nicht in Tool-Tests verlieren, sondern von Anfang an mit einer strukturierten Methode arbeiten, die Ihnen belastbare Vergleichsdaten liefert.
Wie verhindere ich, dass KI-Content ungenau oder austauschbar wirkt?
Arbeiten Sie mit einem gestaffelten Human-in-the-Loop-Modell. Definieren Sie Ihren Styleguide, Fachglossare und Freigabeprozesse, bevor die KI Texte erzeugt. Lassen Sie fachliche Inhalte immer von einem Experten validieren. Kombinieren Sie die Effizienz der KI mit Ihrem einzigartigen Branchenwissen – das ist die Grundlage für unverwechselbaren Content. Ein häufiger Fehler ist es, die Prompts zu allgemein zu halten. Je präziser Sie Ihre Zielgruppe, Tonalität und inhaltlichen Anforderungen beschreiben, desto weniger generisch wird das Ergebnis.
Welche Inhalte sollte KI nicht vollständig automatisieren?
Strategisch zentrale Inhalte wie Whitepaper, Fachartikel mit hohem E-E-A-T-Anspruch und Texte mit rechtlicher Relevanz sollten nie vollständig automatisiert werden. Hier dient die KI als Recherche-Assistent und Rohtextlieferant, die finale Autorenschaft und Verantwortung bleibt beim menschlichen Experten. Auch Inhalte mit hoher emotionaler Aufladung – etwa eine CEO-Keynote oder ein persönlicher Kundenbrief – profitieren von einem starken menschlichen Feinschliff, weil die KI emotionale Nuancen oft nicht zuverlässig trifft.
Wie integriere ich KI in bestehende Redaktions- und SEO-Prozesse?
Beginnen Sie mit der Anbindung Ihrer Tools über Schnittstellen, um Medienbrüche zu vermeiden. Hinterlegen Sie Ihre SEO-Briefings und Keyword-Recherchen als strukturierte Eingabedaten für die KI. Automatisieren Sie SEO-Checks – etwa für Duplicate Content oder Meta-Daten – und sorgen Sie für eine kontinuierliche Überprüfung Ihrer KI-generierten Inhalte auf Performance und Sichtbarkeit. Die Integration funktioniert am besten, wenn Sie Ihre Redaktionsprozesse als zusammenhängenden Workflow betrachten und nicht als isolierte Einzelschritte.
Wie messe ich den ROI von KI in der Content-Produktion?
Erfassen Sie vor dem KI-Einsatz eine Baseline: Zeit pro Asset, monatlicher Content-Output, SEO-Rankings und Traffic sowie Conversion-Raten. Nach der Einführung vergleichen Sie diese Werte quartalsweise. Rechnen Sie die Zeitersparnis in Kosteneinsparung um und bewerten Sie zusätzlich qualitative Fortschritte wie verbesserte Rankings und höhere Engagement-Raten. Der ROI zeigt sich vollständig meist erst nach 90 Tagen, wenn Workflows eingespielt sind und das Team Routine im Umgang mit den neuen Prozessen entwickelt hat.
